Klimaaktivistin Greta Thunberg, 16, sprach auf dem UN Climate Action Summit in New York City am Montag, dem 23.09.2019. Hier ist das volle Transkript ihrer Rede, angefangen mit ihrer Antwort, zu einer Frage an die Lenker dieser Welt.
https://www.npr.org/2019/09/23/763452863/transcript-greta-thunbergs-speech-at-the-u-n-climate-action-summit

Meine Botschaft ist, dass wir euch beobachten werden.

Das hier ist falsch. Ich sollte hier nicht stehen. Ich sollte zurück in der Schule sein, auf der anderen Seite des Ozeans. Und trotzdem kommt ihr zu uns, der Hoffnung wegen. Wie könnt ihr es wagen?

Ihr habt mir mit euren leeren Worten meine Träume und Kindheit gestohlen. Dabei bin ich noch einer der verhältnismäßig Glücklichen. Menschen leiden. Menschen sterben. Komplette Ökosysteme kollabieren. Wir stehen am Anfang eines massenhaften Aussterbens und alles was ihr macht, ist über das Geld und Märchen von lebenslangen, wirtschaftlichen Wachstum zu reden. Wie könnt ihr es wagen?

Die Wissenschaft ist sich dem Zustand seit 30 Jahren bewusst. Was gibt euch das Recht wegzuschauen, herzukommen und zu behaupten, ihr tut genug, wenn die notwendigen Gesetze und Lösungen nicht mal in Reichweite sind?

Ihr sagt, ihr hört uns und das ihr die Dringlichkeit versteht. Aber es macht nichts aus wie traurig und wütend ich bin, ich möchte euch das nicht abkaufen. Denn würdet ihr die Situation wirklich verstehen und trotzdem nicht in der Lage sein zu agieren, dann wärt ihr bösartig. Und ich lehne es ab das zu glauben.

Die beliebte Idee unsere Emissionen in den nächsten 10 Jahren zu halbieren gibt uns nur eine 50-prozentige Chance unter 1,5°C Erwärmung zu bleiben. Mit dem Risiko einer irreversiblen Kettenreaktion welche die Menschheit nicht mehr kontrollieren wird.

Fünfzig Prozent sind vielleicht akzeptabel für euch. Aber diese Zahlen beinhalten nicht die Wendepunkte, die meisten Kettenreaktionen und die zusätzliche Erwärmung durch vergiftete Luftverpestung oder den Aspekten der notwendigen Gerechtigkeit und den Gesetzen zum Erhalt des Klimas. Auch sie sind auf meiner Generation angewiesen, Milliarden Tonnen CO² aus der Luft zu filtern, mit Technologien die kaum existieren.

Ein 50-prozentiges Risiko ist uns nicht genug, wir, die mit den Konsequenzen leben müssen.

Um eine Chance von 67% zu haben, um unter den 1,5°C der Erderwärmung zu bleiben – was den besten Gegebenheiten des IPCCs (Intergovernmental Panel on Climate Change) entspricht – hatte die Welt am 1. Januar 2018 noch 420 Gigatonnen zum ausstoßen übrig. Heute beläuft sich die Zahl auf nur noch 350 Gigatonnen.

Wie könnt ihr es wagen, zu behaupten, das ganze könne mit ein paar wenigen technischen Entwicklungen und dem Tagesgeschäft zu lösen sein? Mit den heutigen Emissionsleveln verbleiben uns noch 8 1/2 Jahre bis das CO²-Budget komplett aufgebraucht ist.

Es werden keine Lösungen oder Pläne präsentiert werden, die einen Ausstoß diesen Ausmaßes aufhalten könnten, denn diese Zahlen sind euch zu unbequem. Und ihr seid immer noch nicht erwachsen genug um zu erzählen was Sache ist.

Ihr lasst uns hängen. Aber die jungen Menschen beginnen euren Verrat zu verstehen. Die Augen aller zukünftigen Generationen sind auf euch gerichtet. Und wenn ihr euch dazu entscheidet uns hängen zu lassen, dann sage ich: Wir werden euch dafür nie vergeben.

Wir lassen euch damit nicht entkommen. Hier und jetzt ziehen wir eine Linie. Diese Welt wacht auf und Änderungen wird kommen, ob ihr es mögt oder nicht.

Dankeschön.

Diesen Text hielt Greta Thunberg vor dem UN Klimagipfel in New York City. Das Originaltranskript findet man auf der Seite des National Public Radio. (Link oben)

In einer Welt, in der wir uns täglichen gesellschaftlichen Diskussionen leidenschaftlich widmen, scheint es so, als würden wir uns mehr und mehr mit Seilziehen beschäftigen. Mal zieht die eine Seite stärker am Tau und mal die andere. Darüber hinaus wird das Seil immer länger, damit mehrere Spieler daran teilnehmen können. Die Diskussionskultur stirbt nicht aus – sie wird nur einseitiger. Eine Diskussion hat Tiefe, ist dreidimensional. Und so manche Teilhaber scheinen mit der Zeit nicht die Kraft und die Lust zu verlieren; sie holen sich Hilfe, welche jedoch nicht menschlicher Natur ist.
Seit 2007 gibt es die Funktion der „Hashtags“/Schlagwortkennzeichnung. Die simple Verwendung einer Raute vor einem Wort wird in der Funktion automatisch verlinkt und kann in so manchen Apps ganze forenähnliche Verzweigungen in Form eines Threads ausgeben. Auch ich verwende sie auf Twitter. Kommt es aber zu einem Meinungsaustausch oder einem Event, welches die notwendige Viralität mit sich bringt, trenden jene Schlagworte auf der besagten Plattform. Das lockt neben Personen, welche sich im Internet bspw. einer politischen Diskussion stellen, gewisse Hilfsmittel an, wie zum Beispiel ein offenes Kommandofenster, welches irgendwo auf dem Rechner eines Zimmers im 2. Untergeschoss geöffnet ist.
Der Sinn hinter dieser Kommandoreihenfolge?:
Die Erstellung von Bots. Zur Bekräftigung der eigenen Meinung.
Was für eine Waffe man hat, um jedes potenziell bösartige Thema viral zu machen.
Man entschuldige mir an dieser Stelle meinen Ansatz zur Faszination, jedoch muss man an einer Krankheit die wunderschöne destruktive Komplexität verstehen, um ein Gegenmittel zu erschaffen.
Das Verständnis für dieses mediale Phänomen kann man mit der Schweigespirale auf Basis des Noelle-Neumann-Modells erklären:
Der gesellschaftliche Mensch tendiert dazu, sich in seiner persönlichen Meinung zu regulieren, abhängig davon, wie viele Personen die eigene Meinung teilen und wie viele sich dagegen aussprechen.
Beispiel Nr. 1

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Kurz vor Mitternacht erklärt FDP-Chef Christian Lindner:
„Es ist besser nicht zu regieren, als falsch zu regieren.“

Ich nehme gerne auch sarkastisch an einer (verlorenen) Diskussion teil und äußerte mich bereits.

Dennoch hätte ich ein Jamaika-Bündnis interessant gefunden. Noch am Tag der Wahl erkundigte ich mich, wie man „taktisch“ wählt. Ich gehörte wohl zuletzt zu den 45%, die diese Koalition bejaht hätten. Kommt es zu Neuwahlen, so werde ich meine Stimme nicht ändern. Auch wenn sich die Partei, welche ich wählte, in den Sondierungsgesprächen so verhielt, als wollte man sich den anderen Parteien anbiedern, so hat sie diese Koalition zumindest nicht ausgeschlossen.

Ich werde vermutlich nicht der Einzige sein, der vorhat, seine Stimme nicht zu ändern. Mich besorgt im Bezug auf politische Ereignisse immer die Berichterstattung. Interpretationsfreiräume lassen Platz für Sicherheitslücken. Das bemängelte ich bereits in meinem letzten Beitrag. Dennoch obliegt es nicht mir, Schuldige zu benennen. Die Welt der Politik ist sehr vielseitig, kompliziert und zutiefst bürokratisch. Und die meisten verstehen vermutlich nicht einmal die Rolle des Staates, gerade auf außenpolitischer Ebene, in dem sie leben.

Ich bin es satt gegen eine Wand zu reden, weil sie nicht verstehen möchte, dass es niemandem etwas bringt, demokratisch eine anti-demokratische Partei, schließlich eine Regierung zu wählen. Neuwahlen bilden die Gefahr, dass extremistische Gruppierungen sich diese Zeit zu Nutze machen. Und wenn ich in einem Land leben will, welches die Grundwerte einer Demokratie missachtet, tatsächliche Propaganda sendet, nur Desinformationen wiedergibt und den „Whataboutismus“ pflegt, dann kann ich mich gleich in die Vereinigten Staaten, Polen, die Ukraine, China oder Russland absetzen.

Auf politischer Ebene ist diese Zeit spannend. Für den Durchschnitt ätzend. Jetzt benötigt es gute Verhandlungsführer, auch für die allgemeine Basis einer Regierung, welche nicht nur die Interessen der eigenen Bürger vertreten kann, sondern auch vorausschauend handelt. Streitpunkte gab es zuletzt mehr als genug. Ich appelliere an den Humanismus.


„Neuwahlen“, 332 Wörter, geschrieben von: Haitubla (Lukas Arndt). Korrektur: Laura (uNickiTV).

Einzelnachweise:
https://haitubla.wordpress.com/2017/11/12/tech-technische-innovation/
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-11/jamaika-scheitern-sondierungen-fdp-lindner-cdu-gruene
http://www.zeit.de/politik/2017-11/fdp-bricht-jamaika-sondierung-ab
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-11/christian-lindner-sondierung-jamaika-abbruch-fdp
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-11/sondierungsgespraeche-jamaika-koalition-angela-merkel-live

Letzte Woche war ich auf einem der größten Gaming-Events, das Europa zu bieten hat und obendrein in einer der urbansten Städte Deutschlands: Köln.

Anlass war nicht nur die Gamescom, sondern auch die Erfahrung, dass eine ganze Menge Kontakte aus dem Internet dieses Event als Anlass nutzen würde, um sich mal zu treffen. Das war auch meine Intention und ich wurde sehr positiv überrascht.

Die Messe war toll und leiser als gedacht, die Stadt laut und trotzdem irgendwie in Gedanken verloren. Das erklärte vielleicht die innere Unruhe, aber möglicherweise auch eine Großdemo, ein chinesisches Freiheitsfest, die Messe, die Videodays und generell viel zu viele Menschen auf einem Platz.

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