In einer Welt, in der wir uns täglichen gesellschaftlichen Diskussionen leidenschaftlich widmen, scheint es so, als würden wir uns mehr und mehr mit Seilziehen beschäftigen. Mal zieht die eine Seite stärker am Tau und mal die andere. Darüber hinaus wird das Seil immer länger, damit mehrere Spieler daran teilnehmen können. Die Diskussionskultur stirbt nicht aus – sie wird nur einseitiger. Eine Diskussion hat Tiefe, ist dreidimensional. Und so manche Teilhaber scheinen mit der Zeit nicht die Kraft und die Lust zu verlieren; sie holen sich Hilfe, welche jedoch nicht menschlicher Natur ist.
Seit 2007 gibt es die Funktion der „Hashtags“/Schlagwortkennzeichnung. Die simple Verwendung einer Raute vor einem Wort wird in der Funktion automatisch verlinkt und kann in so manchen Apps ganze forenähnliche Verzweigungen in Form eines Threads ausgeben. Auch ich verwende sie auf Twitter. Kommt es aber zu einem Meinungsaustausch oder einem Event, welches die notwendige Viralität mit sich bringt, trenden jene Schlagworte auf der besagten Plattform. Das lockt neben Personen, welche sich im Internet bspw. einer politischen Diskussion stellen, gewisse Hilfsmittel an, wie zum Beispiel ein offenes Kommandofenster, welches irgendwo auf dem Rechner eines Zimmers im 2. Untergeschoss geöffnet ist.
Der Sinn hinter dieser Kommandoreihenfolge?:
Die Erstellung von Bots. Zur Bekräftigung der eigenen Meinung.
Was für eine Waffe man hat, um jedes potenziell bösartige Thema viral zu machen.
Man entschuldige mir an dieser Stelle meinen Ansatz zur Faszination, jedoch muss man an einer Krankheit die wunderschöne destruktive Komplexität verstehen, um ein Gegenmittel zu erschaffen.
Das Verständnis für dieses mediale Phänomen kann man mit der Schweigespirale auf Basis des Noelle-Neumann-Modells erklären:
Der gesellschaftliche Mensch tendiert dazu, sich in seiner persönlichen Meinung zu regulieren, abhängig davon, wie viele Personen die eigene Meinung teilen und wie viele sich dagegen aussprechen.
Beispiel Nr. 1

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Kurz vor Mitternacht erklärt FDP-Chef Christian Lindner:
„Es ist besser nicht zu regieren, als falsch zu regieren.“

Ich nehme gerne auch sarkastisch an einer (verlorenen) Diskussion teil und äußerte mich bereits.

Dennoch hätte ich ein Jamaika-Bündnis interessant gefunden. Noch am Tag der Wahl erkundigte ich mich, wie man „taktisch“ wählt. Ich gehörte wohl zuletzt zu den 45%, die diese Koalition bejaht hätten. Kommt es zu Neuwahlen, so werde ich meine Stimme nicht ändern. Auch wenn sich die Partei, welche ich wählte, in den Sondierungsgesprächen so verhielt, als wollte man sich den anderen Parteien anbiedern, so hat sie diese Koalition zumindest nicht ausgeschlossen.

Ich werde vermutlich nicht der Einzige sein, der vorhat, seine Stimme nicht zu ändern. Mich besorgt im Bezug auf politische Ereignisse immer die Berichterstattung. Interpretationsfreiräume lassen Platz für Sicherheitslücken. Das bemängelte ich bereits in meinem letzten Beitrag. Dennoch obliegt es nicht mir, Schuldige zu benennen. Die Welt der Politik ist sehr vielseitig, kompliziert und zutiefst bürokratisch. Und die meisten verstehen vermutlich nicht einmal die Rolle des Staates, gerade auf außenpolitischer Ebene, in dem sie leben.

Ich bin es satt gegen eine Wand zu reden, weil sie nicht verstehen möchte, dass es niemandem etwas bringt, demokratisch eine anti-demokratische Partei, schließlich eine Regierung zu wählen. Neuwahlen bilden die Gefahr, dass extremistische Gruppierungen sich diese Zeit zu Nutze machen. Und wenn ich in einem Land leben will, welches die Grundwerte einer Demokratie missachtet, tatsächliche Propaganda sendet, nur Desinformationen wiedergibt und den „Whataboutismus“ pflegt, dann kann ich mich gleich in die Vereinigten Staaten, Polen, die Ukraine, China oder Russland absetzen.

Auf politischer Ebene ist diese Zeit spannend. Für den Durchschnitt ätzend. Jetzt benötigt es gute Verhandlungsführer, auch für die allgemeine Basis einer Regierung, welche nicht nur die Interessen der eigenen Bürger vertreten kann, sondern auch vorausschauend handelt. Streitpunkte gab es zuletzt mehr als genug. Ich appelliere an den Humanismus.


„Neuwahlen“, 332 Wörter, geschrieben von: Haitubla (Lukas Arndt). Korrektur: Laura (uNickiTV).

Einzelnachweise:
https://haitubla.wordpress.com/2017/11/12/tech-technische-innovation/
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-11/jamaika-scheitern-sondierungen-fdp-lindner-cdu-gruene
http://www.zeit.de/politik/2017-11/fdp-bricht-jamaika-sondierung-ab
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-11/christian-lindner-sondierung-jamaika-abbruch-fdp
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-11/sondierungsgespraeche-jamaika-koalition-angela-merkel-live

Letzte Woche war ich auf einem der größten Gaming-Events, das Europa zu bieten hat und obendrein in einer der urbansten Städte Deutschlands: Köln.

Anlass war nicht nur die Gamescom, sondern auch die Erfahrung, dass eine ganze Menge Kontakte aus dem Internet dieses Event als Anlass nutzen würde, um sich mal zu treffen. Das war auch meine Intention und ich wurde sehr positiv überrascht.

Die Messe war toll und leiser als gedacht, die Stadt laut und trotzdem irgendwie in Gedanken verloren. Das erklärte vielleicht die innere Unruhe, aber möglicherweise auch eine Großdemo, ein chinesisches Freiheitsfest, die Messe, die Videodays und generell viel zu viele Menschen auf einem Platz.

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Hi, heute wird es etwas politisch, etwas redaktionell und wird sich eine Menge an Portalen wie heise.de, Golem und weiteren IT-Magazinen, aber auch an den „Aufklärern“ im Netz wie ZDDK orientieren.

Ich entstamme immer mehr aus diesen Bereichen und lerne täglich, beruflich wie auch schulisch, über den Umgang mit dem Internet. Der Umgang mit dem „Neuland“ und der Technik, die den Zugang ermöglicht. In Zeiten, bei denen man sich nach Möglichkeit immer darauf vorbereiten muss, in schier endlosen Diskussionen die richtigen Einzelnachweise parat zu haben, möchte ich euch nicht nur helfen, sondern auch auf die möglichen Gefahren verweisen, wenn man sich auf etwas Falsches bezieht.

  1. Was sind die richtigen Quellen?
  2. Wem kann/soll man trauen?
  3. Wie geht man mit Eilmeldungen um?
  4. Was sind die Gefahren… ?

Was sind die „richtigen“ Quellen?
Nun, fangen wir mal mit diesem Beitrag von mir an:
Woher kann ich sagen, wie man auf die richtigen Quellen verweist?
Im Wesentlichen, weil ich auf meine Hilfsquellen, Einzelnachweise und meine Erfahrung verweise. Also alles, was ich nutze, um diesen kleinen Eintrag zu schreiben.

In einer großen Redaktion funktioniert das ähnlich. Hierzu holt man sich die Hilfe von verschiedenen Agenturen, redaktionellen Interviews, wissenschaftlichen Studien oder ähnlichen themenbezogenen Themen. Tatsächlich gibt es mehrere Anweisungen zum Anwenden einer Quellenangabe:
„Soweit nach den Bestimmungen dieses Abschnitts die öffentliche Wiedergabe eines Werkes zulässig ist, ist die Quelle deutlich anzugeben, wenn und soweit die Verkehrssitte es erfordert.“ § 63 Abs. 2 UrhG.
Brechen wir das runter, gibt es ziemliche Konsequenzen, wenn man bestimmte, unter dem Urheberrecht liegende, Medien, Artikel, Songtexte, Gedichte, o. Ä. nicht vernünftig zitiert.
Einen sehr berühmten Fall gab es dabei in Deutschland besonders durch die „Plagiatsaffäre“ um den ehemaligen CSU-Minister für Wirtschaft und Technologie, Karl-Theodor zu Guttenberg. Die Doktorwürde wurde ihm aufgrund von fehlenden und falsch zitierten Einzelnachweisen in seiner Dissertation aberkannt. Ist dies ein Problem der westlichen Welt? Möglich, besonders Deutschland ist ein Land der Zeitungen und Redaktionen. Jeden Tag produzieren 350 Redaktionen über 1500 Exemplare, Zeitungen und Magazine. Dies erreichte im Jahr 2014/2015 über 11,3 Millionen Menschen täglich. Die Plattform ist da und gerade im Fernsehen & Journalen wird so sehr aufgepasst, was gesendet wird. Dies ist manifestiert in unserer Verfassung – dem Grundgesetz. (§ 5 Abs. 2, GG.) Die Plattform der Bundeszentrale für politische Bildung weist und zeigt verschiedene Szenarien auf, welche Eigenschaften zurzeit in der Pressefreiheit in Deutschland im Fokus stehen und darüber hinaus auch auf ein gewisses Misstrauens- und Missbrauchspotenzial. Die Grenzen der Pressefreiheit enden dabei auf verschiedene Arten und Weisen:
Beim Jugendschutz/jugendgefährdenden Medien, welche explizit gekennzeichnet werden müssen. Bei Volksverhetzung und verallgemeinert, bei der Animierung zu Straftaten. Eingeleitet wird der Absatz der Pressefreiheit wie folgt:

Pressefreiheit ist kein Luxus. Sie hat einen Nutzen für den Einzelnen, denn ohne sie könnte er sein Leben nicht auf der Höhe der gegebenen Möglichkeiten gestalten. Und sie hat einen sozialen Nutzen, denn ohne sie fehlte es der Gesellschaft an Kraft, Probleme zu erkennen und zu verarbeiten.

Wem kann/soll man trauen?:
Vorweg: Es ist nicht immer leicht, neuen Magazinen oder Nachrichten-Formaten zu folgen. Auch ich hatte meine Zweifel an VICE Digital dank solcher Beiträge:

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Wenn man solche Beiträge veröffentlicht, dann erwartet man ein mediales Echo und das kratzt in meinen Augen unglaublich an einer gesunden Auffassung und Kredibilität für die Zukunft. Letzten Endes sind unglaublich gute Formate unter „VICE Digital“ veröffentlicht oder unterstützt worden, wie „Der Postillion„, „Munchies“ oder „BILDblog„. Die Faszination „Clickbait“ kam nicht nur auf YouTube gut an, sondern erreichte auch etablierte, glaubenswürdige Redaktionen. Darunter zählt besonders der „Focus“. Ein gutes Maß der Dinge, die ich an meine Quellen immer stelle, ist eine sichere Verbindung. Natürlich muss man die nicht immer zu Gesicht bekommen, aber in meinen Augen könnte die BPB sich eine sichtbare Lösung für ihr Protokoll einfallen lassen. (https://)
Als Quelle der „Administration“ weckt das in mir zumindest mehr Vertrauen, wüsste ich nicht, worum es sich bei der Seite handelt, wäre ich vermutlich auch skeptischer.
Generell erweckt es nicht sehr viel Vertrauen, wenn man sich nicht an das oberste Gebot des Pressekodex hält:

„Punkt 1: Wahrhaftigkeit und Achtung der Menschenwürde

Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse. Jede in der Presse tätige Person wahrt auf dieser Grundlage das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien.

Wie geht man mit Eilmeldungen um?:
Einfach gesagt: Distanziert. Es hilft niemandem, wenn man voreilige Schlüsse zieht, während solche Attentate wie das auf die Charlie Hebdo Redaktion in Frankreich passieren. Es hilft niemandem, Morddrohungen gegenüber eines Kindermörders auszusprechen, wenn dessen Zustand nicht nur ungewiss ist, sondern zugleich ein äußerst krankes und krankmachendes Bild zum Besten gibt. Solche Zustände sind bedauerlich, aber in solchen Momenten haben nur die Ermittler das Sagen. Sie sind die einzigen, die nachvollziehen müssen, warum solche Taten geschehen und mit was für einen Schlag Mensch wir es zu tun haben, der es schafft, solche Taten umzusetzen.

Es ist der innere Kreis, der um verlorene, geliebte Personen trauern soll und es ist nicht die Aufgabe von Medien, die Tränen dieser Menschen zu publizieren, während sie gerade am verwundbarsten sind. Das ist abartig und dies zeigt die hässliche Fratze aller Grenzen der Menschen, der Redakteure und der Gefolgschaft auf allen öffentlichen Plattformen. Eine Berichterstattung in Ausnahmezuständen wie solche, die äußerst tragisch sind, ist rein subjektiv und um ein objektives Bild und somit eine grobe Sicht auf die Geschehnisse zu bekommen, muss man das tun, was die Sensationssüchtigen nicht können: Abwarten.
Abwarten und auf die Quellen warten, die sich damit zwingend auseinandersetzen müssen und das sind die Pressesprecher und offizielle Plattformen der Polizei.

Was sind die Gefahren?:
Vom Verlust der Glaubwürdigkeit als Privatperson aber auch als Betreiber (siehe das Focus-Beispiel) kommen noch gesellschaftliche Gefahren:
Lügen über bestimmte Personengruppen haben nicht zuletzt eine zurechte Assoziation mit den Machenschaften des NS-Regimes. Natürlich ist das ein drastisches Beispiel. Im gleichen Atemzug kann man auch die Methoden der Stasi, des Erdoğan-Regiments oder Nordkorea erwähnen. Die Verunglimpfung von politischen Gegnern hat bereits eine solche Geschichte, dass sie viele Vergleiche zulässt. Abschreckende Vergleiche.

Missverständnisse, moralische, mediale Grenzübertretungen und Verstöße gegen geltende Gesetze. Zusammengefasst sind genau das die Folgen und die Diagnose einer geschwächten Gesellschaft, die es besser wissen sollte.

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yt.be/NichtEgal

Quellen:
Beitragsbild: https://bbc.co.uk

https://dejure.org/gesetze/UrhG/63.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Plagiatsaff%C3%A4re_Guttenberg

Terra X Lesch & Co. – Die Macht von „Fake News“
http://www.bdzv.de/maerkte-und-daten/wirtschaftliche-lage/zeitungen-in-zahlen-und-daten/

http://www.bpb.de/apuz/231303/pressefreiheit-in-deutschland?p=all

https://motherboard.vice.com/de/article/fruehstueck-aus-der-scheide-222

http://digital.vice.com/de/sites/

https://perspective-daily.de/article/213/jQTL3xdA#/

http://www.focus.de/

https://de.wikipedia.org/wiki/Hypertext_Transfer_Protocol_Secure

https://de.wikipedia.org/wiki/Pressekodex

https://dejure.org/gesetze/StGB/188.html

http://www.mimikama.at/allgemein/so-funktioniert-zuerst-denken-dann-klicken-zddk/

Terror nimmt zu! Warum? | mrCululu & malternativ

https://nichtegal.withyoutube.com

http://www.bildblog.de/87838/tz-macht-der-sichersten-grossstadt-deutschlands-angst/

Korrektur: @uNickiTV