Ihr, diejenigen, die das hier lesen, seid alle Verfolger eines Selbstexperimentes. Seit nun mehr wenigen Wochen betreibe ich diesen Blog und bekomme seitdem auch viele liebevolle, konstruktive, aber vor allem: Objektive Kommentare.

Die ersten Themen, bis zum 15.11. übrigens, sind vorgegeben und ich werte die Themen über eine Umfrage aus. In naher Zukunft werde ich auch mitteilen, wie ihr Themenvorschläge einreichen könnt.


Für die Bürokratie und die reflektierte „FOMO“-Gesellschaft (Fear Of Missing Out) ist eine gute Aussprache, Rechtschreibung und Formulierung hoch angesehen. (Ja, das war provokativ und ich schieße gerne gegen mich selber. Ich bin in dieser Beziehung nämlich kein Stück besser!) Natürlich begeistert es den Menschen und die Gesellschaft, wenn man in erster Linie wortgewandt ist. Das funktioniert philosophisch, politisch, pädagogisch, usw.

Es kann theoretisch überall funktionieren, wo man (auch nur kleine) Massen auffinden kann.

An Worten können wir eine Gesellschaft bemessen, befürworten oder uns entschieden dagegen aussprechen.
Mit Worten können wir Personen loben, unterrichten, Liebe gestehen, einen Streit anfangen, kritisieren, beleidigen, angreifen, missbrauchen, mobilisieren, in den Wahnsinn treiben und/oder ernsthaft prägen.

Ich könnte gerade stundenlang weiter die Möglichkeiten aufzählen, aber das würde die Zeitspanne von euch definitiv überspannen. Ihr solltet aus diesem kleinen Auszug bereits eines bemerkt haben: Worte können schnell, unmissverständlich, unverständlich, aber von mir aus auch nervig werden.

Fokussieren wir uns auf ein paar Punkte.

Worte haben Macht: Das Kommunikationsmodell (auch 4-Ohren-Modell oder 4-Seiten-Modell) nach Schulz von Thun erklärt euch bitte euer Deutschlehrer. Die Rede auf bestimmten Ebenen bestimmt jedoch, wie machtvoll Worte werden können.
Im Experiment „The Third Wave“ oder dem „Stanford-Prison-Experiment“ wurde sehr deutlich gezeigt, wie man sich auf vollkommen unterschiedlichen Beziehungsebenen dennoch unterwürfig machte. Beide Experimente gerieten schnell vollkommen außer Kontrolle und mussten abgebrochen werden. Bei beiden Experimenten, weil die Zuständigen sich fast selber in ihrem eigenen Versuchsaufbau verloren haben.

Durch Worte haben sich Staaten, Stadtstaaten und im letzten Jahrhundert vor allem autoritäre, totalitäre & extremistische Regime gegründet. Darunter Nordkorea, die Sowjetunion, NS-Deutschland, Österreich, Spanien, Italien, die Union Myanmar und die Militärdiktaturen Lateinamerikas; um ein paar aufzuzählen. Das alles geschah im 20. Jahrhundert. Einige wenige der aufgezählten, autoritären Systeme bestehen noch heute.

Schluss mit der Politikgeschichte.
Worte spielen dennoch in jedem politischen Regiment eine große Rolle. Ansonsten wäre niemand von einem derart politischen Wechsel überzeugt und man hört immer lieber das, was man hören möchte. So lassen sich Massen kontrollieren, lenken und missbrauchen.
Wer also meint, dass Worte keine Macht und keine Auswirkung hätten, der braucht dringend einen geschichtlichen Grundkurs.

Worte können Auswirkungen mit sich bringen: Wer bis gerade eben meinen Worten Folge geleistet hat, wird vielleicht bereits eine Wirkung bemerkt haben. Ich versuche oft einen Wortfluss schnell abzubrechen, wahlweise zu widerstehen. Der Grund ist das obengenannte Selbstexperiment von mir.

Meine Worte wirklich niederschreiben zu können, ist für mich ein einziges Ventil und zeigt bei mir Wirkung. Ich bin besser sortiert als sonst, ich fühle mich ausgewogener und irgendwie freier. Gleichzeitig kann ich mich besser öffnen und ich präsentiere das erste Mal seit Jahren ein paar persönliche Eigenschaften von mir. Zumindest fühle ich mich danach.
Kurz gesagt: Ich fühle mich offener.

Ich frage mich deshalb: Wie geht es euch? Den Personen, die auch nur im Ansatz in einem Kontakt mit mir stehen. Ich hoffe immer wieder, dass es mehr Personen gibt, die in einem friedvollen Umgang mit sich selber und mit den nächsten Personen in ihrem Umkreis, im Einklang sind.
Drückt euch aus: In eurer Arbeit, in eurem Hobby, in eurem Umgang untereinander. Es gibt sozial gesehen immer einen Weg der Mitte. Einen Weg, um sich zu erden und mit sich im Reinen zu sein. Sei es aus der Nähe oder aus der Distanz.

Wie wendet man Worte an?: Emotional gesehen muss man Worte überall da verwenden, wo man einander Trost sucht. Wo eine starke Schulter gefordert ist. Wo man aufklären muss.

Aber das „Wo?“ ist nicht das „Wie?“, obwohl sie sich kaum voneinander unterscheiden. Eine Botschaft wird immer verschieden aufgenommen. Sachlich, appellierend, selbstmitteilend und ist permanent abhängig zu der Beziehung zueinander.

Da haben wir es wieder: Die vier Seiten einer Botschaft.
So versteht man Worte, aber das beantwortet nach wie vor nicht die Frage.

Wie man Worte richtig einsetzt, ist mir nicht bekannt.
Aber wie man Emotionen gezielt auslöst, dazu reicht mir lediglich eine Sache:

Ein offenes Ohr für alle in meinem Umfeld, die es wirklich brauchen, für diejenigen, die ich wirklich brauche.

Wir leben in einer Zeit, bei der die Generation Y mit strengen Schlafzeiten aufgewachsen ist und das, obwohl diese Generation die Generation der technischen Innovation & Automatisierung seit einem guten Jahrhundert ist.
Mit dem neuen Standard der Moderne zogen die Möglichkeiten der Selbstverwirklichung in der im Trott des Schulalltags gefangenen Kinder mit. Darunter zählt meine Generation und alle nachkommenden Generationen ebenso.
Verständlicher ausgedrückt: Die Jugendlichen, die vor dem Jahr 2000 in die Sekundarstufen kamen, haben sich weniger mit der Materie PC-Technik auseinander gesetzt, als die Jugendlichen zum selben Zeitpunkt nur 5-10 Jahre später. Obwohl die Zahlen der „Internetsüchtigen“ unter Jugendlichen rückläufig sind, denke ich eher daran, dass der Begriff „Internetsucht“ vollkommen übertrieben ist.
Das Internet ist ein Kommunikationsmittel, welches die Welt innerhalb von 30 Jahren der Weiterentwicklung komplett beherrscht. Dabei beherrscht nicht der Mensch das Internet, sondern das Internet uns Menschen.

Mit dem Massenaufkommen dieser schnellen Alternative neben Printmedien, Telekommunikation und dem Fernsehen kamen gerade die älteren Generationen (schätzbar alle, die ihr Studium bzw. ihre Ausbildung vor 1990 abgeschlossen hatten) nicht besonders gut klar und somit auch nicht mit dem Wandel der bis dato typischen Jugend.

Worauf will ich hinaus? Ist die Gedankenflut ein Teil der Jugend seit der Millennium-Agenda? Sollte dies überhaupt so sein?
Nein.
Ich sehe dort die Fehler bei den Eltern – die Fehler bei der Erziehung mit der neuen Situation „Internet“, welche komplett offen diskutiert werden können, genauso wie die „Rebellphase“ der Generation davor. Auch wenn das Rauchen & der Durst nach Informationsflut definitiv zwei verschiedene Themen sind und einen anderen Umgang erfordern. Aber wir kommen vom Thema ab bzw. waren wir noch nicht mal im Ansatz bei der eigentlichen Aussage. Und das Aufkommen und die Erziehung mit dem Thema Internet ist auch nur ein kleiner Teil der vielen möglichen Ursachen von Schlafproblemen in der Jugend und darüber hinaus.

Fakt ist: Die von Schlafproblemen betroffenen Jugendlichen beginnen oft ab oder in Mitten der Pubertät ihre Tiefsinnigkeit. Ich möchte euch nun erklären, wie ihr mit einer zusammenhängenden Gedankenflut, die euch vom Schlaf abhält, umgehen könnt.

Die Lösung ist einfach und unkompliziert: Schreibt eure Gedanken auf.
Und zwar richtiges Schreiben. Nicht auf dem Smartphone oder auf dem PC.
Mit Stift auf Papier brennen sich Gedanken sehr viel intensiver ein und geben sich umso intensiver wieder. Das hat den Grund, da hinter eurer Schrift ein eindeutiges Muster zu erkennen ist und eine Tastatur diese Instanz vorwegnimmt. Außerdem stimuliert es eure Nervenbahnen, strengt sie an und ihr entspannt leichter. Umso detaillierter der Gedanke ausgearbeitet wird, desto eher werdet ihr schlafen können.
Ich habe mittlerweile drei DIN A5-Blöcke griffbereit, sollte ich nicht schlafen können und komme dann meistens zumindest auf den Schlaf-Durchschnitt von ca. 5,75 Stunden täglich (Wochenende ausgenommen, da hole ich den Schlaf meistens nach).

Im Zuge des Alterns veränderte jede Person, die ich kenne, den Umgang mit Schlafproblemen aufgrund „Gedankenfluten“. Viele verstummten. Aber mindestens genauso viele sind immer noch aktiv.

Jede Person muss ihren Weg finden, um damit umzugehen. Umso älter man wird, desto einfacher wird es, da die Eltern nicht immer eure Abendplanung vorgeben. Auch ihr, die manchmal gerne Introvertierten, gebt irgendwann eure Richtung vor. In meinen Augen hat das nur Vorteile. Auch wenn man sich schon versucht, früh zu entfalten, Pläne sind Pläne und Pläne können reifen.
Oder wie Philosophiestudenten nun sagen würden:
Der Reifeprozess erzeugt einen Plan zur Reife des Prozesses, welcher reifen soll, damit sich die zu heranreifende Person selbstständig plant, um Werte aus der Reifezeit in späteren Lebenszyklen vermitteln zu können.

Nicht ganz verständlich? Das macht nichts, denn wir alle müssen auf eigene Faust lernen, wie wir welche Werte vermitteln möchten. Das bedarf eigentlich keine allumfassende Erklärung.

Vielleicht wird es andauern bis ihr und eure Nächsten um euch, euch explizit verstehen. Vielleicht auch nie und das ist auch nicht weiter schlimm (sofern man in den Themen an sich keine roten Linien überschreitet).

Eine Bitte zum Ende hierbei an euch: Verliert euch nicht selber und lasst euch nicht verlieren.

Text unter dem Audio aufgrund eines größeren Themas!

 


Beginnen wir mit einem wirklich großen Thema, welches eine komplett neue Popkultur des Erwachsenwerdens mit sich brachte. Fangen wir obligatorisch mal mit dem Zeitpunkt an, wo ihr euch alle dafür selber zu entschieden habt, euch im Internet auszutauschen.

Das kann in meinen Augen viel zu früh sein, während man eigentlich noch viel zu jung für einen öffentlichen Zugang zum Internet sein sollte. Vielleicht, wenn auch selten, zum richtigen Zeitpunkt unter Beobachtung oder vielleicht sogar „zu spät“?

Eigentlich, gibt es kein „zu spät“, wenn man über die Kommunikation übers Internet spricht.
Natürlich gibt es Schattenseiten im Internet, aber hier rede ich von den Personen, denen ich blind vertrauen könnte. Mögliche Freunde. Im späteren Verlauf sogar wirkliche Freunde. Und noch später: Personen, die man nie im Leben verlassen möchte.

Damit dieser Text funktioniert, habe ich mich dazu entschlossen, einfach den Text in bestimmten Abschnitten an bestimmte, ja sagen wir mal, „Personen mit verschiedenen Erfahrungsmustern“ zu richten.

Wer noch gar keine Erfahrung hat: Keine Sorge, das ist nicht schlimm.
ABER: Niemand sollte mit der Intention vorangehen, dass Personen, die sich im Internet austauschen von Grund auf schlechte, gar kriminelle Absichten haben.
Im Internet gilt die Regel: Wer diese Gruppe sucht, wird sie auch finden.
Vielleicht sogar leichter und schneller, als einem lieb ist.

Man kann überall, gerade über Voice-Over-IP-Dienste wie Teamspeak, Skype oder Discord, große Community-Gruppen treffen und wenn man nach diesen Menschen sucht, dann wird man auch die Personen treffen, die sich durch dieselben Personen des öffentlichen Lebens, Themen und Hobbies inspirieren lassen.
Stellt es euch so vor: Ihr seid leicht nervös. Ihr habt die Schule gewechselt und kennt fast niemanden. Wichtig hierbei ist das „fast“. Ihr erkennt eine Person von z.B. der Grundschule. Nun steht ihr am Scheideweg: Würdet ihr euch lieber selber auf den Weg machen, um die ganzen neuen Kontakte kennen zu lernen oder lasst ihr euch von eurer Bekanntschaft aus der Kindheit den Freundeskreis und die neue Umgebung vorstellen?

Ich möchte auf eine Antwort hinaus:
Es macht keinen Unterschied.
Ihr werdet euch zu einem sehr hohen Prozentsatz ohnehin einleben. Denn die damalige Bekanntschaft rennt erstmal nicht weg, sondern kann sogar äußerst von Nutzen werden. Der Vorteil wie auch Nachteil bei Community-Gruppen mit VoIP-Diensten: Man kann sich auch wieder ausleben. Natürlich ist es schade, wenn man das Interesse verliert. Aber auf beiden Seiten standen damals immer die Freunde, die man bei den Institutionen hat. Der Unterschied von Kontakte im Internet zu Kontakte über die Schule ist lediglich, dass man sich bei einer Schule vom Wohnort des Vormundes abhängig macht/machen muss.

Um damit keine Zweifel stehen zu lassen: Ich meine dabei natürlich die Pflichtschulformen, keine weiterführende Schule!

Damit stehen ein paar Hintergrunddaten zum Thema „Internetbekanntschaften“ schon mal fest. Vielleicht haben einige nun auch schon etwas Mut gepackt, um sich nicht mit Furcht von diesem Thema distanzieren zu wollen. Und ich mache es nun nicht besser: Ich möchte nun mit den Nachteilen weitermachen.

Knüpft ihr über das Internet Kontakte, steht euch selber frei, wie viel ihr von euch selber preisgeben möchtet. Das 101 zu jedem x-beliebigen Teenie-Chatroom der Generation Y steht immer noch. Daran ändert sich nichts.
Und so schön das auch ist: Es bringt allerlei Vorteile und Nachteile mit sich. In diesem Fall, dass man absolut seine Kontrolle und Übersicht darüber hat, wem man was anvertraut (und auch warum). Dahingehend isoliert man sich selbst natürlich auch ein ganzes Stück weit und man ist gar nicht daran interessiert, im Internet Kontakte näher kennen zu lernen.
Umso mehr man von sich preisgibt, desto wahrscheinlicher ist es hingegen auf Personen zu treffen, die ihr genauso kennenlernt, wie sie euch auch privat behandeln würden. Gleichzeitig sinkt die Sicherheit und es gibt im Internet Menschen, die anvertraute Daten dann auch an weitere Nutzer weitergeben könnten (Konjunktiv, meine Lieben!).

Man kann das Thema Internet als Kommunikationsmittel nicht abschreiben. Noch schlimmer: In eine Schublade stecken und es für „nicht durchsetzbar“ abzustempeln. Wer diese Auffassung vom Thema hat, hat sich meinen Beitrag dazu bis hierhin wahrscheinlich auch nicht durchgelesen/angehört.


Ich hoffe, dass das Thema Furcht in Interessengemeinschaften im Internet nun erstmal abgehakt ist. Weiter geht es mit den Personen, die sich schon seit Jahren in solchen Gemeinschaften (ugs. Communities, Gilden) aufhalten.

Hier beziehe ich mich selber sehr mit ein und erzähle hier einfach mal, was ich in fünf Jahren Internetgemeinschaften erlebt habe. Darunter befinden sich Alltäglichkeiten, Freundschaften, Treffen und auch das Thema Beziehungen schneide ich an.

Seit nun mehr als 5½ Jahren befinde ich mich in, mit über die Zeit wechselnden Communities und mein Alltag sah, gerade anfänglich, so aus:
Ich verabschiedete mich von meiner damals besten Freundin, bin nach Hause gelaufen und habe den Laptop angemacht, um mit ihr zu skypen.

Nebenbei lernte ich durch Klassenkameraden erstmals jemanden Fremdes über das Internet kennen. Einen jungen Technik-Crack namens Joscha und wir alle hatten ein gemeinsames Interesse: Minecraft. Damals noch mit einer Offline-Version, eröffneten wir ein kleines, gemeinsames Netzwerk und steckten neben 32 Schulstunden die Woche noch jeweils 30 weitere Stunden wöchentlich in den kleinen Server. Nebenbei wurde ich noch Admin auf einem weiteren Netzwerk bei Personen, die ich ebenfalls über das vorangegangene Netzwerk kennenlernte (Micha & Patrick). Micha gab die Stelle nach einem größerem Angriff auf das Netzwerk ab und so blieben nur noch Patrick & ich. Ich kooperierte zwischen beiden Netzwerken und wurde auch auf Joschas Server später Teammitglied.
Wie es nun mal so ist, man verliert sich mit der Zeit und verliert auch manchmal das Interesse. Patrick & ich lösten den Server auf und ich distanzierte mich auch nach einiger Zeit von Joscha und lernte über meinen damaligen „Crossover“-Channel auf YouTube mehrere Personen gleichzeitig kennen.
Ich möchte mich hier kurz fassen, da es teilweise einfach persönliche Angelegenheiten betrifft, über die ich im Internet nicht sprechen möchte.

Ich stellte meiner damals besten Freundin auch diese Personen vor und die Bindung, die ich zu ihr hatte, löste sich über kurz oder lang auf.

Ich verlor sie und sah mich gezwungen, den Kontakt auch privat abzubrechen.

Nun muss man bedenken: Das alles passierte in einer Zeitspanne von nicht mal 2 Jahren. Auch wenn ich heutzutage wieder mit ihr spreche, auch sowas vergisst man nicht.

Wenn du wen liebst, dann mach‘ dir besser klar, was du sagst. 
Denn es ist erst vorbei, wenn du keine Glaubwürdigkeit mehr hast.

Andere Internetfreunde bauten mich wieder auf, ich kam erstmals in ein größeres Serverteam und übernahm über 8 Monate auch die Leitung der Teammitglieder für den zuständigen Server. Leider verlor das Netzwerk stark an Reiz und ich somit die Motivation, meine Arbeit nach knapp 2 Jahren weiter zu investieren. Es ist schon ein ziemlicher Knick in der Leistungskurve, wenn man vorher was für 5000 Menschen gemacht hat und später nur noch für 30.
Trotzdem waren mir dabei immer die Personen, mit denen ich zutun hatte, wichtig und ich halte, so gut es geht, den Kontakt noch aufrecht. Zwischenzeitlich wurde ich noch Teammitglied bei GeniusDEU & ModTeamEU, wo ich noch bis heute tätig bin. (Achtung, dieser Absatz war gerade stark zusammengefasst! Um genau zu sein, habe ich hier gerade die 2 weiteren Jahre nach dem Kontaktabbruch und den Offline-Netzwerken beschrieben.)

Wir sind nun also im Spätsommer 2015 und seien wir ehrlich: Seitdem hatte ich noch nie so viel Spaß, wie bei irgendeiner moderativen Angelegenheit, denn ich wurde Mitglied bei einer Community, die sicherlich einige kennen. Das Serverteam und die Community rund um Tim/HerrBergmann ist einfach großartig und vielseitig. Darüber hinaus habe ich noch nie so viele talentierte oder nachdenkliche Leute auf (ugs.) einem Haufen erlebt.

Auch wenn es hier auch schon öfters drunter und drüber ging: Bisher fühle ich mich in der Community sowie auch im Serverteam sehr wohl.
(Bei ModTeamEU & genius.com natürlich auch, ansonsten würde ich nicht nach wie vor Teil davon sein. Meine Inaktivität auf allen drei Seiten tut mir allerdings wirklich weh.)

Das also von meiner Seite, meine Erfahrung, meine Reputation.

Wenn ich meine Geschichte zusammenfasse, muss ich mir nicht nur eine ungeheure Zeitspanne zuschreiben, die ich im Internet schon verbrachte, aber gerade die Vorfälle (alle guten & alle schlechten Vorfälle) haben mich nachdenklicher gemacht.
Ich habe damals nie wirklich auf meine Präsenz geachtet und einfach unüberlegt Kommentare geschrieben.
Und alle, die eine konservative Meinung gegenüber das Verbringen der Zeit im Internet haben: Nein, meine Noten wären ohne nicht besser, sie wurden dadurch gebessert.

Ich habe bei allen Netzwerken/Treffpunkten/Communities Personen kennengelernt, Fernbeziehungen miterlebt und mit mir selber ausgemacht, nie eine führen zu können. Ich hätte dabei einfach zu viele Sorgen und man muss sich darüber hinaus immer einen Gedanken machen: Bis man die Person, die man über das Internet lieben gelernt hat, nicht wirklich getroffen hat, kann ich von mir aus schlecht eine Beziehung ausmachen können.
Es ist meine Ansicht, bitte verurteilt mich dafür nicht. An alle, die es schaffen: Meinen größten Respekt!
Ich habe Freundschaften, wie auch absolute Feindschaften gemacht.
Etliche tausende Leute kommen und gehen sehen und ja, ich mag das und ich denke, sehr vielen da draußen an den Bildschirmen wird es nicht anders gehen.

Auch wenn man oft nicht weiß, was auf einen zukommt oder was man sein möchte:
Es ist immer wieder ein wissenswertes Erlebnis.
Danke.

Hej, erstmal danke, das war wahrscheinlich die Reaktion auf diese Aussage.

Die Person darf sich auch gerne angesprochen fühlen. Ich fand das Gespräch sehr interessant und du bist mir auch schon öfters sympathisch aufgefallen.

Kommen wir aber mal zum eigentlichen Thema. Dazu muss ich ein paar Eckdaten von mir preisgeben:

  • Ich bin 20 Jahre alt (Geboren 1996)
  • Ich bin ca. 1,8m groß
  • Ich habe einen Bart

Sind das die Faktoren, die mich „so erwachsen“ machen? Zumindest für die Außenwelt schon. Wenn man sich selber mal von „außerhalb“ betrachtet, könnte einem das vielleicht so vorkommen. Nur vielleicht habe ich auch eine persönliche Auffassung vom „Erwachsensein“.
Nach Gesetz ist man Erwachsener, sobald man volljährig ist.
Um das Gas mal rauszunehmen, an diejenigen, die ab dem 18. Geburtstag eine komplette, sofortige Umwandlung erwarten: Diese passiert nicht, zumindest nicht wirklich.
Manche spielen sich erst ab dann richtig auf, manche werden ruhiger (als sie ohnehin schon waren), manche möchten sich erden, manche leben genauso weiter wie vorher auch.

Geht es um meine Person, so muss ich vielleicht die Eckdaten etwas ergänzen:

  • Ich moderiere bei einem Gameserver & bei mehreren Gaming-Streams seit Jahren.
  • Die meisten Bekanntschaften habe ich im Internet gemacht (Tendenz steigend).
  • Eine einigermaßen gute Rechtschreibung und Grammatik konnte ich ebenso besser im Internet lernen als in der (Real-)Schule.
  • (Gutes) Englisch und Webprogrammierung habe ich mir über den exakt gleichen Weg beigebracht.
  • Ich bemühe mich, wenig über meine Person im Internet zu erzählen, was auch seine guten Gründe hat.

Ich weiß: Viele denken, ich sei erwachsen genug, um mich von diesem Kommentar zu distanzieren:
Aber ehrlich gesagt, fand ich die Aussage niedlich, wenn nicht sogar wirklich süß von der Person.
(Im Übrigen macht dich diese Aussage selber ein Stück weit erwachsen, als es dir vielleicht lieb ist.)

Ich kenne 18-Jährige, die bereits mitten im Leben stehen, eine eigene Wohnung haben und sich darüber hinaus deswegen aufspielen.
Die schlimmste Aussage meines Erachtens war eine gerade 18-Jährige, die sich aus einem Gespräch gezogen hat mit dem Satz:
„Ich habe noch Erwachsenenkram zu erledigen!!“ (Excuse me? (- Neologismus, FTW!) Nebenbei bemerkt: Sie wollte kochen und hat sich schlussendlich von ihrem Freund eine Pizza bestellen lassen.)

Gleichzeitig gibt es mich als 20-Jährigen, der immer noch am Wochenende lieber Streams, Videos oder Filme guckt und nebenbei zockt. Ich möchte mich mit Papierkram so wenig wie möglich befassen müssen.

Um es auf den Punkt zu bringen:
Seid erwachsen, wenn es angebracht ist und nicht, weil ihr euch so fühlt, als müsstet ihr es 24 Stunden/7 Tage die Woche sein. In meinen Augen sind 18 Jahre „Kind sein“ für mich zu wenig und man sollte das Kind in sich dennoch zufrieden stellen, auch wenn man über 18 ist.
In meinen Augen beginnt für mich der Ernst des Lebens (und damit das Erwachsensein), wenn man ein paar Punkte abgearbeitet hat:

  • Wenn man von Zuhause ausgezogen ist
  • Sich selber ernährt
  • Einen Partner für’s Leben gefunden hat
  • (opt., aber dennoch für mich als Person einfach wichtig:) Ein Kind hat und seine Familie ebenso ernähren kann

Vielleicht klinge ich mit solchen Texten „erwachsen“, nur weil ich meine Erfahrung vom „Abschluss“ der Pubertät erzähle. Ihr könnt nach wie vor eure Hobbies aus der Kindheit ausleben. Vielleicht nicht mehr in vollem Umfang, aber niemand wird euch dafür verurteilen, wenn ihr noch etwas „Kind“ in euch habt.

Hi!

Hier schreibe ich meine Gedanken in äußerst ausgeprägter Text- und Audioform.
Den Themen sind keine Grenzen gesetzt: Politisch, empirisch, anlässlich bestimmter Geschehnisse, etc.

Um sich ein Bild davon machen zu können, wie ich diese Seite gestalten möchte, werde ich diesen ersten Artikel bereits vertont haben.

Viel Spaß beim Lesen, an alle, die es interessiert.